#WOL erlaubt digitales „über die Schulter schauen“

Cogneon-Geschäftsführer Simon Dückert ruft zu einer Blogparade auf, mit der er Wissensmanagement-Ideen sucht, die auf den Friedhof der Geschichte gehören. Mutiger Titel:

Diese Wissensmanagement-Idee muss sterben!

Eine gute Idee, denn die Disziplin Wissensmanagement ist gehörig angestaubt und den Anforderungen von verteilter Ko-Kreation und digitaler Netzwerk-Ökonomie nicht mehr gewachsen.

Noch bevor die ersten Blogparaden-Beiträge eintreffen, kommt denn auch bereits einer der ersten Kommentare vom Continental-Praktiker Harald Schirmer:

Nicht mehr das Ziel (z.B. Buch oder Dokument, Whitepaper…) ist im Vordergrund – sondern der Prozess dahin. Wir können viel mehr lernen, wenn wir uns beim Arbeiten “über die Schulter” schauen können, als fertige Produkte zu sehen.

Besonders gut gefällt mir hier, wie er zum zentralen Punkt von Working Out Loud kommt, dass nämlich die transparente Teilhabe an Arbeitsprozessen, an Zwischenergebnissen und Vorstufen des Endprodukts auf verschiedenen Ebenen zahlreiche Chancen bietet:

  1. für die stillen Beobachter und die gelegentlich Mitwirkenden, schnell und effektiv zu lernen
  2. für den Urheber, das Produkt fortlaufend und erheblich zu verbessern,
  3. für alle Beteiligten, neue professionelle Beziehungen einzugehen, die sie bei Bedarf „aktivieren“ können
  4. für die jeweilige Organisation, die wertvolles Wissen gewinnt.

2 Gedanken zu „#WOL erlaubt digitales „über die Schulter schauen““

  1. Gestern hatte ich eine sehr gute Unterhaltung zum Thema Innovation Management und ich berichtete vom Microsoft internen weltweiten Hackathon, der über 4500 Teams & Projekte innerhalb von 5 Tagen hervorbrachte. Beim Lesen dieses Blogpostes wird mir bewusst, dass oftmals das Lernen neuer innovationengenerierender Prozesse (inkl. organisatorischen Lernen und Wandel) wichtiger ist als das Produkt / Innovation selbst.
    http://www.geekwire.com/2014/inside-microsofts-hackathon-tech-giant-transition/

  2. Das „Über-die-Schulter-schauen“ hat viel mit Transparenz und Offenheit zu tun. Insofern finde ich das Votum von Harald Schirmer nicht nur absolut zutreffend, was das Lernen betrifft, sondern auch sinnvoll in Bezug auf die dazu notwendigen Strukturen. Beides gehört für mich zusammen.

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